14.05.

Peter und Kerstin sind mit ihrem Wohnmobil optimal ausgerüstet und es gab ein leckeres Frühstück mit Brötchen vom Campingplatz

Dann haben die beiden mich noch zum Einstieg der Wanderung in Morbach gebracht und ich war wieder allein auf mich gestellt. Zum Glück konnte ich gestern Abend schon die Reservierung für die Jugendherberge Hermeskeil machen, so dass die Checkerei wegen der Übernachtung heute wegfiel.

Gutes Wetter hat mich heute meist begleitet.
Und so sah es dann aus, als ein Gewitter im Anzug war.

Rechts im Bild könnt ihr den Hochstand sehen, auf dem ich dann Schutz gesucht habe, ein wirklich hoher Hochstand. Aber diese Kombination aus heftigem Regenguss, Blitzen, die immer wieder um mich herum einschlugen, und Windböen, die das Teil zum Schaukeln bringen – das war schon eine besondere Erfahrung! Aber ich bin tatsächlich trocken geblieben.

Highlight der heutigen Wanderung war der Erbeskopf, mit 816 m höchster Berg von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und den Beneluxstaaten, außerdem Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Holland …

Eine begehbare Plastik auf dem Erbeskopf.

Von der Rampe vorn kann man ewig weit sehen, und ich habe versucht abzuschätzen, wo ich noch überall sein werde.

Gleichzeitig mit mir haben sich zwei Radfahrer aus Polen den Berg hochgequält. Teilweise waren die auch nicht schneller als ich, aber dann bin ich von der Straße in den Wald abgebogen und hab sie oben an der Plattform wieder eingeholt.

Von weiter unten führt eine Art Sommerrodelbahn auf den Erbeskopf: hoch mit einem Schlepplift …
… runter mit Geschrei.

Der Erbeskopf wurde lange vorwiegend militärisch genutzt und war bis 2004 noch militärisches Sperrgebiet. Erst danach war er für die Öffentlichkeit zugänglich.

Aber auch jetzt gibt es dort oben noch einen Spähposten.

Auf dem Weg bergab hat mich dann doch noch ein zweites Gewitter erwischt und ich bin wieder mal nass geworden.

Hier scheint es öfter zu regnen, denn der Waldboden ist durchgängig mit einer dicken Moosschicht überzogen.

Abends nach 32 km dann die Überraschung in Hermeskeil: Die Jugendherberge leer und verschlossen. Man hatte meinen Anruf nicht ganz ernst genommen und meine Online-Buchung von heute hat niemand erreicht, weil niemand da.

Aber letztlich habe ich jemand erreicht, der eingesehen hat, dass ich für den Fehler nichts konnte und mir ein Zimmer gegeben hat. Jetzt sitze ich ganz allein in der Jugendherberge, die Eingangstür habe ich wieder zugeschlossen, und der Kühlschrank ist voll Bier.

Meine Jugendherberge in Hermeskeil!

Ein Gedanke zu „14.05.“

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